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Artikel zu: IKK 2010

IKK 2010

Interkulturelle Kommunikation im Park

Aufgrund der Beobachtungen im Rahmen der von JUVIVO.15 durchgeführten Parkbetreuung mit Kindern und Jugendlichen, welche einen deutlichen Anstieg der ParkbesucherInnen multikultureller Herkunft und eine zunehmende Gruppierung nach ethnischer Herkunft zeigen, entwickelte JUVIVO.15 ein Projekt zur Förderung des Interkulturellen Dialogs. Dieses richtet sich an erwachsene ParkbesucherInnen ab 27 Jahren im nördlichen Teil des 15. Wiener Gemeindebezirks und wird vom Europäischen Integrationsfond und vom BMI finanziert.

Ausgangslage: Berührungspunkte und Austausch zwischen den einzelnen ethnischen Gruppierungen in den Parks finden kaum bzw. nur selten statt. Nicht zuletzt aufgrund der integrations- , gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Situation in Österreich handelt es sich bei den ParkbesucherInnen zunehmend um unbetreute Gruppen, welche verstärkter Unterstützung und Aufmerksamkeit auch im Bereich des interkulturellen Zusammenlebens und damit einhergehend in der Förderung ihrer sozialen Kompetenzen bedürfen.

Für die Realisierung der „Interkulturellen Kommunikation im Park“ wurde der Reithofferpark als Durchführungsort ausgewählt.

Die Teilnehmerinnen – es zeigte sich ein überdurchschnittlich hohes Interesse von Frauen an einer Projektteilnahme – werden vor allem spielerisch an das Thema „Interkultureller Dialog“ herangeführt. Im Anschluss daran wird die Eigenmotivation und das Interesse, sich mit den unterschiedlichen kulturellen Bezügen  und mit der österreichischen Kultur auseinanderzusetzen, geweckt.

Neben zahlreichen Aktionen im Park (interkulturelles Picknick, gemeinsames Spielen, Gespräche etc.) werden Ausflüge (Museumsbesuche, kulturelle Aktivitäten, Kaffeehausbesuche etc.) initiiert, welche sich vor allem auch am Interesse der TeilnehmerInnen orientieren. Auf Wunsch der teilnehmenden Personen sowie aufgrund des Fehlens einer gemeinsamen Sprache, was den Dialog unter den ParkbesucherInnen kaum bzw. nur erschwert möglich macht, wurde ein mittlerweile zweimal pro Woche stattfindender Deutschkurs initiiert, welcher bis heute zahlreich besucht wird. Aus diesem entwickelte sich weiters ein Alphabetisierungskurs in Kooperation mit der VHS 15. Dieser wird ebenso zweimal wöchentlich durchgeführt.

Zum derzeitigen Projektstand kann festgehalten werden, dass die Teilnehmerinnen durch die positive Auseinandersetzung mit der österreichischen Mehrheitsgesellschaft und die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse, an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein gewinnen und ihren Handlungs- und Wirkungsbereich sukzessive erweitern. Dies kann als ein wesentlicher Schritt gewertet werden, eigene Bedürfnisse wahrnehmen und in späterer Folge auch artikulieren und umsetzen zu können.

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